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ZIB-Spezialisten:
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Dr. Joachim Gehrke
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CMD-Erkrankung
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Die Ursachen für Kopf- oder Nackenschmerzen sind häufig in einem gestörten Zusammenspiel von Kaumuskulatur und Kiefergelenk auf der einen und dem Zusammenbiss der Zähne auf der anderen Seite zu finden. Häufig sind diese Spannungskopfschmerzen Auslöser, sogenannte Triggerfaktoren, für „echte“ Migräneschmerzattacken. Der Fachausdruck für diese Spannungskopfschmerz-Symptome ist die sogenannte CMD, Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion.
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Ursachen
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Durch abgeriebene Zähne, alten Zahnersatz oder zu hohe Kronen/ Brücken ist der Unterkiefer ständig bemüht, den daraus entstehenden Fehlkontakten auszuweichen. Er wird gezwungen, Ausgleichsbewegungen durchzuführen, wodurch die Muskulatur gestresst wird und mit Verhärtungen oder gar Schmerzattacken reagiert. Kommt es zusätzlich zu nächtlichem Knirschen (z.B. aufgrund von Stress im Beruf), kann es zu Schmerzattacken im Bereich des Ohrs kommen, ohne dass vom Hals-Nasen-Ohrenarzt eine Ohrentzündung festgestellt werden kann. Die Ursache liegt in der Reizung einer Nervzone hinter dem Kiefergelenk. Eine zu schwach ausgeprägte obere Halsmuskulatur verhindert häufig eine stabile Kopfhaltung, so dass die vorderen Kaumuskeln nicht nur zum Zerkleinern der Nahrung, sondern auch als Haltemuskeln herangezogen werden und so überlastet sind.
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Folgen nächtlichen Knirschens
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Symptome, wie Zahnempfindlichkeiten, Kiefergelenkknacken, Kiefergelenkschmerzen, Ohrenschmerzen, Nackenprobleme oder ein “Kloßgefühl“ im Hals können ursächlich durch das fehlerhafte Zusammenspiel von Zähnen und Kiefer-/Kopfhaltung ausgelöst werden.
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Muskulatur / Kiefergelenk
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Gerade das enge Zusammenspiel der Nackenmuskulatur auf der einen Seite und den Kaumuskeln auf der anderen Seite, das für eine gute stabile Kopfhaltung wichtig ist, wird durch eine Kopffehlhaltung aus dem Gleichgewicht gebracht. Dadurch kann sich der Druck auf die Kiefergelenke erhöhen.
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Zahnärztliche Diagnose- und Therapie- möglichkeiten
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a) manuelle Funktionsdiagnostik: Durch eine gründliche Untersuchung der Kaumuskeln und Kiefergelenke können die geschädigten Bereiche diagnostiziert werden. Der Zahnarzt kann bestimmen, in welche Richtung die Muskulatur und der Unterkiefer gebracht werden müssen, um die Fehlhaltung auszugleichen.
b) instrumentelle Funktionsdiagnostik: Nach einer instrumentellen Vermessung der Gelenke und Kiefer können die vom Patienten hergestellten Gipsmodelle in einen Bewegungssimulator eingespannt werden. Durch Muskelentspannungstechniken (TENS, Aqualizer) kann eine rein muskelgeführte Unterkieferposition das gestörte System entkoppeln und der Zahntechniker kann in dieser therapeutischen Bisslage eine Entlastungsschiene herstellen.
c) Schienentherapie: Eine Aufbissschiene sollte vorerst nachts getragen werden. Die Muskulatur wird dadurch entspannt und das Knirschverhalten positiv beeinflusst. In manchen Fällen kann auch das Tragen einer Tagschiene sinnvoll sein, wenn man zum Beispiel die neue Bisslage vor einer Kieferorthopädischen Behandlung oder Versorgung mit Zahnersatz austesten will
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Interdisziplinäre Zusammenarbeit
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Wenn Muskeln und Knochen in falscher Beziehung stehen, wird der Muskel dieses Kräfteungleichgewicht immer gewinnen. Deshalb ist es erforderlich, dass die Schienenbehandlung mit Orthopäden und Physiotherapeuten, die sich über den zahnmedizinischen Bereich hinaus um die gesunde Statik der Wirbelsäule kümmern, koordiniert wird. Schon im Kindesalter kann das Schluckmuster oder eine gestörte Nasenatmung die Lage der Zunge und damit den Wachstum des Zahnbogens negativ beeinflussen. Deswegen ist die Zusammenarbeit mit Hals-Nasen-Ohrenärzten und Logopäden wichtig, um spätere CMD-Problematiken schon frühzeitig zu erkennen und gar nicht erst entstehen zu lassen.
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